Arduino Analogeingang
Der Analogeingang eines Arduino kann Spannungen von 0V bis zur Referenzspannung messen. Will man größere Spannungen als messen, braucht man einen Spannungsteiler. Sollen auch noch negative Spannungen gemessen werden, so benötigt man eine Spannungsquelle, die zur Eingangsspannung addiert wird. Das könnte z.B. die Referenzspannung selbst sein, die ja präzise zur Verfügung stehen muss. Im einfachsten Fall reichen dazu drei Widerstände. Dieses Widerstandsnetzwerk soll jetzt berechnet werden.
Voraussetzung für die Berechnung ist, dass der Betrag der maximalen positiven und negativen Eingangsspannung größer als die Referenzspannung (d.h. die zugeführte Spannung) sein muss.
Berechnung
Nach Knotenregel gilt oder Bei der maximalen Eingangsspannung muss die Ausgangsspannung sein. Dann fließt kein Strom durch . Damit lassen sich in Abhängigkeit von oder in Abhängigkeit von berechnen. Bei der minimalen Eingangsspannung muss die Ausgangsspannung sein. Dann fließt kein Strom durch . Damit lässt sich in Abhängigkeit von oder (mit der Beziehung von oben) berechnen. Meist ist der Betrag der maximalen positiven und negativen Eingangsspannung gleich, z.B . Damit vereinfacht sich die Berechnung von zu
Beispiele
Es sollen Spannungen von gemessen werden. Die Referenzspannung ist 2,048V. Wir wählen zu 1000 Ohm und berechnen und
Andere
Beispiele:
Umin=-5V, Umax=+5V, Uref=4,096V, R2=100k => R1=22,07k, R3=18,02k Umin=-5V, Umax=+5V, Uref=1,1V => R1=100k, R2=28,2k, R3=22k
Es ergeben sich dabei häufig “krumme” Widerstandswerte.
Vereinfachung
Die Eingangsspannung ist ein ganzzahliges Vielfaches der Referenzspannung:
Wir wählen und berechnen und d.h. der Widerstand ist eine Reihenschaltung von n-1 Widerständen mit dem Wert von d.h. der Widerstand ist eine Parallelschaltung von einem Widerstand und einer Reihenschaltung von n-1 Widerständen mit dem Wert von .
Damit brauchen wir nicht mehrere “krumme”
Widerstände, sondern können die Aufgabe auch mit
einem Widerstandswert erreichen. Dazu brauchen
wir
Widerstände mit dem Wert
,
um diesen Spannungsteiler zu realisieren. 

Wir wählen
und berechnen
und
d.h. der Widerstand R2 ist eine
Parallelschaltung von n-1 Widerständen
mit dem Wert von R1.
d.h. Der Widerstand
ist eine Parallelschaltung von n
Widerständen mit dem Wert von
.
Hier brauchen wir ebenfalls
Widerstände mit dem Wert von
.

| n | oder | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2 | oder | ||||||
| 3 | oder | ||||||
| 4 | oder | ||||||
| 5 | oder |
Vor- und Nachteile
Die Schaltung ist extrem einfach und kann einfache Messsaufgaben schnell erledigen.
Durch die Verwendung gleicher Widerstände ist die Beschaffung vereinfacht und die Genauigkeit nur von der Toleranz der Widerstände und nicht zusätzlich von der Realisierung der genauen Werte durch Zusammenschaltung verschiedener Widerstände abhängig.
Zur Messung und zum Abgleich muss nur der genaue Wert der Referenzspannung bekannt oder gemessen werden.
Es können nur höhere Spannungen als die Referenzspannung gemessen werden. Bei kleineren Spannungen braucht es doch einen Vorverstärker.
Auch wenn der Analogeingang eines Arduinos (oder auch anderer Microcontroller bzw. Analog-Digital-Wandler) sehr hochohmig sein mag, so müssen doch bei der Messung Kapazitäten umgeladen werden. Daher verlangt die Dokumentation des Arduino eine Impedanz der Spannungsquelle von maximal . Der Spannungsteiler muss also relativ niederohmig ausgelegt werden.